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Gürtelrose

 

Die Gürtelrose heißt fachsprachlich Herpes Zoster und wird umgangssprachlich seltener auch als Kopf- oder Gesichtsrose bezeichnet. Es handelt sich um eine Viruserkrankung. Der Auslöser ist das Varizella-Zoster-Virus, das zu den Herpesviren gehört.

 

Ausbruch der Krankheit
Wie alle Herpesviren wird auch Herpes Zoster irgendwann im Leben (sehr häufig im frühen Kindesalter) erworben und schlummert latent im gesunden und widerstandsfähigen Organismus. Vermehrt ab dem 60. Lebensjahr kann die Krankheit symptomatisch werden, wenn dem Immunsystem die Widerstandskraft fehlt. Sogar Stress kann ein Auslöser sein. Inwieweit jemand Herpes Zoster in sich trägt, lässt sich unter anderem daran erkennen, ob die betreffende Person in der Kindheit Windpocken hatte, denn diese sind die Primärinfektion von Herpes Zoster. Durch Erregerpersistenz (der Erreger bleibt auch nach der Genesung im Organismus erhalten) kann im höheren Lebensalter die frühere VZV-Infektion reaktiviert werden.

Symptome einer Gürtelrose
Mit dem Ausbruch bildet sich ein rötlicher, gürtelförmig verlaufender Ausschlag (daher der Name) besonders in der Hüftgegend und an der Wirbelsäule beginnend. Doch auch der Hals und sogar der Kopf können betroffen sein. In Deutschland erkranken an Herpes Zoster rund 0,96 % der Bevölkerung. Das Virus trägt etwa ab dem 40. Lebensjahr nahezu jede Person in sich. Bestenfalls 2 % der Bevölkerung wurden davon verschont. Daher ist auch so gut wie jeder Mensch in Gefahr, einen Ausbruch zu erleben.

Therapie
Die Behandlung erfolgt mit Virostatika (antiviralen Wirkstoffen) und sollte frühzeitig einsetzen, weil dies mögliche Komplikationen reduziert. Das ist besonders wichtig, wenn Regionen am Kopf betroffen sind. Die Patient*innen nehmen Tabletten ein, nur in komplizierteren Fällen wird das Medikament intravenös gegeben. Es gibt auch Impfstoffe gegen die Krankheit, darunter spezielle Vakzine für Personen ab dem 50. Lebensjahr.